Dienstag, 7. September 2021

Noah

 Allgemeines

Titel: Noah - Von einem, der überlebte
Autor: Takis Würger
Seitenanzahl: 188
Preis: 20,00€
Verlag: Penguin Verlag


Klappentext
Noah Klieger war 13, als er sich während der deutschen Besatzung Belgiens einer jüdischen Untergrundorganisation anschloss und half, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Noah Klieger war 16, als er im Morgengrauen als Häftling in Auschwitz ankam, bei Minusgraden. Noah Klieger hatte noch nie geboxt, als am Tag seiner Ankunft im Konzentrationslager gefragt wurde, ob sich Boxer unter den Häftlingen befänden und seine Hand nach oben ging. Die tägliche Sonderration Suppe für die Mitglieder der Boxstaffel von Auschwitz ließ ihn lange genug überleben. Noah Klieger war 20, als die Konzentrationslager befreit wurden. Er hat drei Todesmärsche und vier Konzentrationslager überlebt in einer Zeit, in der ein Wort, eine gehobene Hand oder ein Schritt den Tod bedeuten konnten oder das Leben. Auch in den dunklen, eiskalten Stunden fand er Hoffnung, fand er Kämpfer für den Widerstand gegen die Deutschen, fand er Verbündete, die mit ihm Kartoffeln stahlen, fand er einen Arzt, der ihm das Leben rettete, fand er List und Glück und einen letzten Laib Brot.


Meine Meinung
"Noah" ist ein Buch, um das ich lange herumgeschlichen bin. Immer wieder habe ich es im Buchladen liegen sehen, immer wieder hatte ich es in den Händen. All die positiven Bewertungen haben mich letztendlich dazu gebracht, das Buch zu lesen und was soll ich sagen? Ich kann mich nur in die Liste der positiven Rezensionen einreihen.

Takis Würger erzählt in diesem Buch die Lebensgeschichte von Noah, der mit 16 Jahren nach Auschwitz kam. Durch die vielen persönlichen Gespräche der beiden, gelingt es Takis, Noahs Erzählungen und Erinnerungen niederzuschreiben und diesen auch gerecht zu werden. 
Noahs Geschichte wird chronologisch erzählt, ist aber dennoch nur eine Momentaufnahme seines langen Lebens. Auf 150 Seiten begleiten wir ihn durch die tiefsten Tiefen seines Lebens und man kann ihn nur bewundern. Noah hat sich und die Situation nie aufgegeben, was ihm häufiger das Leben gerettet hat. 

Der Schreibstil wirkt etwas distanziert, als habe Noah genauso von dieser Zeit berichtet. Er schreibt in dem Buch auch an einer Stelle, dass sich die Häftlinge nicht mehr wie Menschen fühlten. Diese Nüchternheit kommt beim Lesen deutlich rüber. 

Spannend war auch, dass das Buch über den eigentlichen KZ Aufenthalt hinweg ging. Die 2. Hälfte erzählt von seinen Jahren danach, Noahs Weg und Werdegang. Auf diesen Seiten habe ich nochmal viel Neues erfahren und gelernt, wovon ich davor noch nie etwas gehört hatte. 

Ich kann "Noah" nur empfehlen. Ein Buch, das von vielen Jahre erzählt, die von Leid und Hilflosigkeit geprägt waren. Immer wieder bin ich schockiert und fassungslos über die Taten von den Offizieren und den Verantwortlichen. Man kann es sich nicht vorstellen, wie so etwas Schreckliches möglich war... :(

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