Freitag, 16. Juli 2021

What if we Trust

 Allgemeines

Titel: What if we Trust
Autorin: Sarah Sprinz
Seitenanzahl: 528
Preis: 12,90€
Verlag: LYX


Klappentext

Kaum jemand an der UBC in Vancouver weiß von der Fan-Fiction über den maskierten Sänger PLY, für die Hope ihre ganze Schulzeit verurteilt wurde. Bis ein Verlag sie veröffentlichen möchte. Als auf der Geburtstagsparty eines Freundes kurz darauf Scott Plymouth vor ihr steht, ist sein Blick aus unergründlich blauen Augen Hope erschreckend vertraut - durch eine Maske. Was Hope nicht weiß: In ihrer Geschichte kommt sie Scotts dunkelstem Geheimnis viel zu nah, und schon bald wird die ganze Welt davon lesen können ...

Meine Meinung

Nachdem mir Band 1 und 2 der What If-Reihe so unglaublich gut gefallen haben, war meine Vorfreude auf dieses Buch dementsprechend hoch. Es gehört zu diesen Büchern, die man noch am gleichen Tag beginnt, weil man einfach nicht mehr warten kann. Der 3. Teil ist mit 520 Seiten auch nochmal etwas dicker als seine Vorgänger. Diesen Umfang sehe ich bei New Adult Büchern nicht so häufig, deshalb war ich sehr gespannt, was die Autorin alles mit in die Geschichte reingebracht hat. 

Die Idee, dass die Protagonistin eine Fan Fiction Autorin ist und dann ausgerechnet auf Scott Plymouth trifft, um den es sich in ihrer Story dreht, ist einfach gut. Auch wenn es sich nach einem etwas "gewollten Zufall" anhört, hat Sarah Sprinz es mal wieder geschafft, das ganze so einzufädeln, dass ich das Gefühl hatte, alles könnte genau so passieren. 

Mir hat Hope als Protagonistin richtig gut gefallen. Sie ist facettenreich, nicht nur stark, aber auch nicht nur schwach. Menschlich würde ich sagen. Sie kämpft für das, was ihr wichtig ist und sie merkt, wenn etwas nicht ganz rund läuft. 

Scott war für einen Star auch sehr bodenständig. Es war nicht die typische "Berühmte Person trifft unbekanntes Mädchen" Geschichte, denn sein Leben läuft etwas anders. Vieles kommt in den 500 Seiten ans Licht, was mit Sicherheit die Realität von vielen widerspiegelt. Mehr möchte ich da gar nicht verraten, ich kann nur sagen, dass alles so gut umgesetzt und behandelt wurde. Es ist eine Sache, ernste Themen anzusprechen, aber eine andere, dieses dann auch zufriedenstellend und angemessen zu behandeln. Und Sarah Sprinz schafft immer beides! :)

Ich kann es wieder nur weiter empfehlen, ich liebe die gesamte Reihe. Der 2. wird wohl mein Favorit bleiben, aber nur mit einem kleinen Vorsprung. 


Montag, 5. Juli 2021

Food Code

 Allgemeines

Titel: Food Code - Wie wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten
Autor: Olaf Deiniger, Hendrik Haase
Seitenanzahl: 350
Preis: 25,00€
Verlag: Kunstmann

Klappentext

Digitalisierung und künstliche Intelligenz revolutionieren die Art, wie wir Lebensmittel erzeugen, verteilen, kaufen und genießen. Ein faszinierender Blick in eine neue Esskultur und die Zukunft auf unseren Tellern. Die digitale Revolution ist auf unseren Tellern angekommen. Egal ob Lieferapps, selbstfahrende Erntemaschinen oder unser Abendessen auf Instagram, digitale Technologie bestimmt heute nicht nur, wie wir zu unserem Essen finden, sondern auch wie Lebensmittel angebaut, geliefert und gekocht werden. Arbeitet der Bauer in Zukunft noch auf dem Feld, kochen wir noch selbst, oder erledigen Roboter das für uns? Olaf Deininger und Hendrik Haase recherchieren in den Laboren der Industrie, den Thinktanks der Hochschulen und in den Garagen von Food-Startups, sie schauen durch die Hintertüren der Tech-Giganten und in die Geister-Küchen der neuen Lieferdienste. Sie kaufen im voll vernetzten Supermarkt der Zukunft ein und lassen mit der Landwirtin von morgen autonome Drohnen über dem Acker steigen. Sie zeigen, wie die digitale Technologie unsere Lebensmittelwelt verändern, und stellen die Chancen, aber auch die Gefahren dieser tiefgreifenden Veränderung dar.


Meine Meinung

Wow - was ein Buch! Vorerst möchte ich sagen, dass ich mich sehr für das Thema Ernährung interessiere. Ich finde es spannend, wie man sich ernähren kann, woraus man Energie zieht und was man mit den richtigen Lebensmitteln alles erreichen kann. 
Aber auch die Digitalisierung ist ein spannendes Thema, das uns alle betrifft, ob man das nun gut findet oder nicht. Ich selbst schaue der digitalen Zukunft zum einen mit freudiger Erwartung entgegen und zum anderen mit einem eher mulmigen Gefühl. Wenn man hört, was jetzt schon theoretisch möglich wäre bzw. ist, kann es einem schon anders werden. Ihr seht, beide Themen, die in dem Buch eine Rolle spielen, haben mich persönlich angesprochen. Sollte es dir auch so gehen, kann ich dir nur empfehlen, dir das Buch mal genauer anzuschauen. 

Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die sich jeweils mit unterschiedlichen Themen beschäftigen. So geht es in einem beispielsweise um Smart Kitchens. Was sich beim Lesen zum Teil wie Science Fiction anhört, ist einfach bereits in manchen Teilen der Erde Realität. Ein Kühlschrank, der selbst bestellt, wenn er merkt das etwas fehlt? Kein Problem. Eine Ofen, der eine bestimmte Pizza erkennt und automatisch die perfekte Temperatur und Dauer einstellt? Gibt es schon. Echt abgefahren. Irgendwann sind wir Menschen nur noch ein Teil zwischen vielen anderen, die in unserer Wohnung miteinander kommunizieren. 

Es ging aber zum Beispiel auch um Acker Bebauung oder generell um Anbau von Lebensmitteln. Maschinen, die vorsichtig über das Feld fahren und Nacktschnecken töten und am nächsten Tag die gleiche Stelle wieder finden, um eventuell weitere zu töten? Hört sich verrückt an, gibt es aber schon. 

Ich habe in diesem Buch eine Stelle nach der anderen markiert, weil ich oft nur den Kopf schütteln konnte über so viel skurrile Dinge. Es hat gezeigt, für was Menschen und Maschinen bereits im Stande sind. Bewundernswert und schockierend zugleich.  Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen! Es ist gut geschrieben, leicht zu lesen und zu verstehen und gleichzeitig lernt man eine ganze Menge.
Ich fands toll!



The Memories We make

 Allgemein:

Titel: The Memories We make
Autorin: Maya Hughes
Verlag: LYX
Seitenanzahl: 400
Preis: 12,90€

Klappentext

Persephone Alexander ist ein Mathegenie, liebt Organisation - und hat das "normale" Collegeleben irgendwie verpasst. Daher hat sie sich vorgenommen, bis zum Ende des Semesters eine Liste mit Erfahrungen abzuarbeiten und dabei unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Seph will feiern gehen, Freunde finden, sich verlieben - ihr erstes Mal erleben. Doch dafür braucht sie den richtigen Partner. Kurzerhand veranstaltet sie ein Casting und ist überrascht, als ausgerechnet College-Football-Star Reece Michaels sich dazu bereit erklärt, ihr beim Abhaken ihrer To-do-Liste zu helfen - ausgenommen beim Verlieben und dem Sex ...

Meine Meinung

Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich das Buch lesen möchte. Persephone klang wie eine interessante Protagonistin und mit ihrem Orga-Liebe war sie mir direkt sympathisch. Dann noch ein Casting für den passenden Helfer für die To-Do List? Klang einfach nach einer guten leichten Lektüre für den Sommer. 

Dank des leichten Schreibstils bin ich schnell in die Geschichte reingekommen. Durch eine lustige Verwechslung trifft Seph sehr schnell auf Reece, der ihr dann letztendlich auch bei der Umsetzung der Liste hilft.
Reece war meiner Meinung nach ein toller männlicher Protagonist. Von seiner Person war ich in dem Buch echt positiv überrascht. Ich hatte einen typischen arroganten jungen Mann erwartet, wie es bei den Football-Stars in Büchern oft der Fall zu sein scheint. Aber er war aufgeschlossen, freundlich und das machte die Geschichte in meinen Augen um einiges besser.

Auch Seph ist mir schnell ans Herz gewachsen. Wo ich anfangs noch ein schüchternes naives Mädchen gesehen habe, hat sich schnell eine selbstbewusste Frau entwickelt. 
Von den Charakteren war ich also wirklich begeistert! Beide haben nicht der Vorstellung entsprochen, die ich zuerst hatte, was ich als Pluspunkt sehe.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen. Es hat sich zu keinem Zeitpunkt gezogen, ich habe nichts vermisst und hätte auch nichts weggelassen. Dennoch hat das gewisse  Etwas gefehlt, das mir das letzte Fünkchen Begeisterung gegeben hätte. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch vielen gut gefallen wird, weil es wirklich eine originelle Geschichte ist. Humorvoll, aber trotzdem ernst. 




Dienstag, 22. Juni 2021

How to be an Antiracist

  Allgemein:

Titel: How to be an Antiracist
Autor: Ibram X. Kendi
Verlag: btb
Seitenanzahl: 416
Preis: 22,00€

Klappentext

Die gute Nachricht ist, dass wir uns in jedem Moment dafür entscheiden können, antirassistisch zu handeln. Denn »rassistisch« und »antirassistisch« sind keine festgeschriebenen Identitäten, und wir können unsere Haltung jederzeit ändern. In seinem »New York Times«-Nummer-1-Bestseller behauptet Ibram X. Kendi, Historiker, Professor an der Boston University, Schwarz, auch von sich selbst, früher Rassist gewesen zu sein. In seinem so brillanten wie mitreißenden Buch zeigt er anhand der eigenen Geschichte, dass Neutralität im Kampf gegen Rassismus keine Option ist: Wir sind in unserer Ignoranz so lange Teil des Problems, bis wir Teil der Lösung werden und aktiv antirassistisch handeln. Kendi entwirft ein grundlegend neues Verständnis von Rassismus - was er ist, wo er sich verbirgt, wie er zu identifizieren ist und was wir dagegen tun können. Denn wir sind entweder rassistisch oder antirassistisch, dazwischen gibt es nichts. Es reicht deshalb nicht, kein Rassist zu sein, wir müssen alle Antirassisten werden.

Meine Meinung

In den letzten Jahren ist das Thema Rassismus immer mehr in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Das ist unglaublich wichtig, da so immer mehr Menschen verstehen, was struktureller Rassismus bedeutet und was man dagegen tun kann. In den Sozialen Medien gibt es viele, die wahnsinnig wichtige und gute Aufklärungsarbeit leisten. Ich muss sagen, dass ich in den letzten Monat wirklich viel über das Thema gehört und gelesen habe und mein Wissen und Verständnis immer weiter wächst. Ich arbeite weiterhin an mir selbst, erwische mich in einigen Punkten vielleicht selbst und weiß, dass man sich noch lange nicht bzw. vielleicht auch nie zurücklehnen kann. 

Das Buch hat mich also direkt vom Titel her angesprochen, denn wie kann man denn nun wirklich Rassismus entgegenwirken? Es reicht ja nun mal nicht, in der Theorie viel zu wissen, dieses Wissen aber nicht in die Welt und das eigene Umfeld zu tragen. 

Das Buch gliedert sich in 18 Kapitel, in denen jeweils ein anderes Thema näher behandelt wird. Die Themen stehen jeweils für Bereiche, in denen Menschen diskriminiert werden.
So spricht der Autor beispielsweise über Biologie, Körper, Color, Gender und noch einige weitere Bereiche.

 Am Anfang jedes Kapitels werden erstmal einige Begrifflichkeiten definiert, was das weitere Lesen erleichtert und gleichzeitig Missverständnisse vorbeugt. 
Das Buch ist meiner Meinung nach nicht nur ein Sachbuch, denn der Autor erzählt auch viel Persönliches aus seinem bisherigen Leben. So kommen einige autobiografische Aspekte dazu, die ich bei dem Thema Rassismus auch sehr schätze. Sobald jemand von seinen eigenen Erfahrungen erzählt, ist es eben nicht mehr nur Theorie, sondern wird greifbar.

Ich habe durch dieses Buch sehr viel gelernt und einiges wurde einfach nochmal gefestigt. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn du dich mit dem Thema weiter auseinandersetzen möchtest und manchmal einfach nicht weißt, wie man denn nun im Leben aktiv gegen Rassismus vorgehen möchte.